Raubbau am eigenen Körper

Raubbau am eigenen Körper
10. Jun 17:15 2019 von Susanne Langner

Lange Zeit glaubte man, dass die Menschen in der Steinzeit ein sehr bewegtes Leben gehabt haben. Dauernd auf der Flucht vor wilden Tieren, Gefahren aus der Umwelt und den Einflüssen der damaligen Zeit. Hunger und extreme Nahrungskarenz, doch der Körper passte sich den Gegebenheiten an und so gab es kaum übergewichtige Menschen.

Die Jäger und Sammler wurde im Durchschnitt älter und es gab kaum irgendwelche Krankheiten. Sie hatten gesündere Zähne und oft einen basischen Stoffwechsel. Die einzigen Süßigkeiten, die sie kannten, waren Früchte und Honig. Die tägliche Nahrung eroberten sie auf Wanderungen in der Natur, aber immer in Bewegung. Sie konnten auch mit Engpässen umgehen, so waren Dürrekatasthrophen oder Ernteausfall kein Problem. Die Energie wurde im Körper gespeichert, da nicht immer und überall Nahrung zur Verfügung stand.

Die Ernährung war von klimatischen Bedingungen und der Umwelt abhängig, sogenanntes Fast Food gab es nicht. Heute haben wir ein Überangebot an Nahrungsmittel und somit auch an Energie, die wir nicht mehr verbrauchen.

Der Mensch ist ein“Sitzmensch“ geworden. Die Jagd nach dem Essen ist nicht mehr nötig, da es an jeder Ecke schnell verfügbar ist.

Die Zahl der Zivilisationskrankheiten ist gewachsen und so sind unsere Wartezimmer voll. Diagnosen wie Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen sind nichts Besonderes mehr.

Durch ein Überangebot an Zucker, tierischem Fett und Alkohol betreiben wir täglich Raubbau und belasten unseren Körper mit Stoffen, die leicht zur Übersäuerung führen.

Die Energie wird nicht mehr abgebaut, sondern in unseren Depots für schlechte Zeiten angelagert. Aber gibt es denn schlechte Zeiten? Wir alle leiden an diesem Überangebot, aber mal ehrlich - wer tut wirklich etwas.

Wir sollten uns wieder in die richtige Balance bringen, so dass eine homogene Energieaufnahme und ein Verbrauch stattfindet. Wer viel isst, sollte sich ausreichend bewegen. Wer weniger Bewegung hat, der sollte weniger essen. Auf Dauer, funktioniert nur dieses Prinzip, da braucht es auch keine für die Werbung gemachte Diät.

Wir müssen nicht nach Essen jagen oder ums Überleben kämpfen, daher ist es wichtig und sinnvoll sich mit guten und nachhaltigen Produkten zu versorgen. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße liefern dem Körper Energie. Dabei sind langkettige Verbindungen günstig, um relativ lange von der Energie zu profitieren.

Und wenn Sie das nächste Mal an einem Burger Restaurant oder einer Fastfood Kette stehen, dann überlegen Sie, ob diese zusätzlichen Energieträger wirklich sinnvoll sind.