Positiv denken und Glück im Urlaub

Positiv denken und Glück im Urlaub
17. Jul 11:01 2019 von Dr. Ilona Bürgel

Positiv denken und Glück im Urlaub – 7 Tipps wie Sie mit Stress keine Chance haben

So  viele Wege führen zum Glück. Vor allem im Urlaub. Doch was, wenn der Urlaub nicht wie erwartet verläuft, er natürlich wieder zu schnell vorbei geht und die gute Stimmung und Erholung zu kurz anhalten? Wenn Sie verstehen, in welche Fallen wir tappen können, werden Sie sich nie wieder selbst das Urlaubsglück verderben.
 

1. Glücksgefühle vor dem Urlaub

Das Erholungsdefizit  

Wir üben es im Alltag einfach nicht oft und lange genug. Hilfreich ist jede Art von Natur, egal ob Berg, Fluss oder Park; Grünes wie Bäume, Blumen, Pflanzen; Bewegung, Entspannung, gesundes Essen, guter Schlaf. Trainieren wir Entspannung im Alltag, dann fällt es im Urlaub leichter, in den Erholungsmodus umzuschalten

Die Überforderung

Hier handelt es sich um die Annahme, dass man sich eine Auszeit sozusagen „verdienen“ muss. So nehmen wir an, wir müssten vor und nach dem Urlaub richtig viel leisten. Im Urlaub selbst kann es dann zur „Stress-Wegfall“-Reaktion mit Infekten und Erschöpfung kommen. Reduzieren Sie in den Tagen vor dem Urlaub lieber die Anzahl der Termine, statt sie zu erhöhen. Denn es gibt ein Leben nach dem Urlaub.

2. Glücksgefühle im Urlaub

Die Maßlosigkeit

Weil sich das Gehirn an alles gewöhnt, brauchen wir auf Hormonebene eine immer höhere Dosis von Dingen, um uns gleich wohl und zufrieden zu fühlen. Das ist beim Essen, Einkaufen, Spielen, bei Alkohol und auch beim Glück so.  Hinzu kommt, dass wir jeden Tag, in jeder Woche und jedem Monat so viel erleben, dass es sich überlagert. Angesichts eines Überangebotes an Erlebnissen und Möglichkeiten versuchen wir auch im Urlaub, nichts zu verpassen. Diese kostbare Zeit rinnt uns dabei durch die Hände, weil wir hindurch hetzen.

Besonders ungünstig ist es, mit früheren Urlaub zu vergleichen. Denn Vergleichen macht unglücklich

Die Erwartungen

Diese Bedingungen können wir nicht mit Sicherheit beeinflussen. Nicht den Reiseleiter, das Wetter, das Frühstück oder die Laune der Mitreisenden. Vor allem dann, wenn unsere Erwartungen sehr konkret und sehr hoch sind, fällt es uns immer schwerer, alles so anzunehmen, wie es kommt. Allein deshalb glücklich zu sein, weil es uns gibt, wäre eine Alternative.

Die Unzufriedenheit

Sind wir nicht selbst oft unsere schärfsten und ungnädigsten Kritiker? Der Schreibtisch vor dem Urlaub wurde nicht aufgeräumt, die Steuerklärung ist nicht fertig, Sport macht auch im Urlaub keinen Spaß. Wir hadern mit uns und verderben uns damit die gute Laune. Und hoffen dann, dass die Familie oder der Weingutbesitzer für gute Laune sorgen. Wie soll das gehen? Von außen kann nie das Richtige oder genug an Wohltuendem kommen, wenn wir nicht den Boden bereiten und uns selbst wohl tun.    

Nur kein Stress mit Stress. Wie Sie Ihren Stress selbst bestimmen lesen Sie hier:
https://www.ilonabuergel.de/mit-stress-besser-umgehen-lernen-und-das-stresslevel-selbst-bestimmen/

3. Glücksgefühle nach dem Urlaub

Die Lieblosigkeit

Der Glücksbringer Nummer 1 für uns Menschen sind Menschen. Die reale Gemeinschaft mit anderen Menschen, Augen- und Körperkontakt oder sich anzulächeln sorgt für den Entspannungsbotenstoff Oxytozin. Das gilt für alle Menschen, nicht nur für nahestehende Personen. Fördern Sie die Harmonie im Umgang miteinander - auf der Arbeit und im Privatleben - durch gemeinsames Lachen, einen gemeinsamen Spruch der Woche oder die gemeinsame Kaffeepause.
   
Die Dysbalance  

Können Sie gut warten? Ungeduld ist der Feind jedes Glücks. Ziele sind gut, Tempo ist gut, Anstrengung ist gut. Energetisch sind sie  dem „Yang-Prinzip“ zugeordnet. Doch so, wie es keinen Tag ohne Nacht gibt, brauchen wir auch das „Yin-Prinzip“, um im Gleichgewicht zu leben. Es gehört immer zur Ungeduld die Geduld, zu Tempo die Langsamkeit und zu Anstrengung die Erholung. Das gilt übrigens genauso umgekehrt.

Sehen Sie die wichtigsten Überlegungen zu einem stressfreien Urlaub hier im Video

Diplom-Psychologin Dr. Ilona Bürgel zählt zu den führenden Vertretern der Positiven Psychologie im deutschsprachigen Raum.  Die Positive Psychologie beschäftigt sich mit den Chancen und Möglichkeiten von Menschen. Ihr Unternehmen wurde 2005 in Dresden gegründet. Als Referentin und Buchautorin zeigt sie ganz praktische Wege, wie es auf Dauer möglich ist, Leistung und Wohlbefinden miteinander zu verbinden. Sie wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Energie als Vorbildunternehmerin ausgezeichnet. www.ilonabuergel.de

Über den Author

Dr. Ilona Bürgel
Dr. Ilona Bürgel

Dipl. Psychologin