Superfoods – Was können sie, was andere nicht können?

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Superfoods – Was können sie, was andere nicht können?

Bevor wie diese Frage beantworten, sollte vorab erklärt werden, was es mit dem Begriff ‚Superfood‘ eigentlich auf sich hat. Der eine oder andere ist vielleicht schon einmal darüber gestolpert. Welche Kriterien muss ein Superfood erfüllen?

Um die Fakten auf den Tischen zu legen: Es handelt sich lediglich um einen Marketingbegriff, den es zwar schon seit dem 20. Jahrhundert gibt, aber erst vor wenigen Jahren in aller Munde kam. Ein Superfood beschreibt natürliche Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die nicht industriell behandelt oder hergestellt wurden. Außerdem wird ihnen nachgesagt, einen besonders hohen Nährwert zu haben. Sie sind reich an Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen, die sich bei häufiger Einnahme positiv auf den menschlichen Körper auswirken sollen. Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel bestätigt, dass Superfoods einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben. Es gibt bisher jedoch keine offizielle Definition für den Begriff. Derzeit existiert auch keine offizielle Regelung, wer ein Lebensmittel zu einem Superfood ernennen kann. Deswegen findet man viele bunte Listen, die sich alle voneinander unterscheiden. Jedoch gibt es vier Superfoods, die beinahe auf jeder dieser Listen zu finden sind:

Avocado – Das mexikanische Allheilmittel

Mit einem Fettgehalt von 25 Prozent ist die Avocado weltweit die fettigste Frucht aller bisher bekannten Obst- und Gemüsesorten. Dennoch konnten Studien nachgewiesen, dass das Superfood den Cholesterinspiegel senken kann. Ob als Guacamole oder als Brotaufstrich schmeckt sie nicht nur unheimlich gut, sondern beliefert unseren Körper mit wertvollen Vitaminen und Spurenelementen.

Beeren – für geballte Energie

Antioxidantien sind die Zaubermittel, die in den Acai-Beeren und den chinesischen Goji-Beeren stecken. Diese sollen verhindern, dass sich Krebszellen im menschlichen Körper weiter ausbreiten. Diese Superfood müssen einen weiten Weg zurücklegen, bis sie in deutschen Supermarktregalen landen. Dementsprechend legt sich das auf den Preis um. Wer hier den Geldbeutel schonen möchte, kann auf die heimischen Heidelbeeren zurückgreifen, die ebenfalls als Superfood bezeichnte werden.

Chia Samen – einfach schneller satt

Die kleinen schwarzen und weißen Wundersamen sollen ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erzeugen. Chia Samen werden im menschlichen Körper zunächst in wirksame Säuren umgewandelt und wirken dann verdauungsfördernd. Bluthochdruck soll bei regelmäßigem Verzehr reduziert werden, während mehrfach ungesättigte Fettsäuren den Organismus bedienen. Auch dieses Superfood enthält mehr wertvolle Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin A, Vitamin C, Niacin, Kalzium, Magnesium Zink und Kupfer, als andere Nahrungsmittel.

Kakao – eine Herzensangelgenheit

Schokoladenliebhaber aufgepasst! Roher Kakao soll aufgrund seines hohen Flavonoidgehats das Herzerkrankungen reduzieren. Der Blutdruck wird gesenkt und die Blutgefäße bekommen mehr Elastizität. Dunkle Schokolade sollte hier bevorzugt werden. Zuviel Vollmilchschokolade hingegen kann sogar das Gegenteil verursachen.

Um auf unsere anfängliche Frage zurückzukommen:
Was können Superfoods, was andere Nahrungsmittel nicht können?

Auch wenn der Begriff „Superfood“ hauptsächlich als Werbezweck verwendet wird, kann man nicht abstreiten, dass es sich um vollwertigere und gesündere Lebensmittel handelt. Seit Jahren versuchen Forscher herauszufinden, welche gesundheitlichen Wirkung sie haben und welche Krankheiten mit ihnen behandelt werden können. Fakt ist, dass Menschen sich gesünder ernähren, wenn sie Superfoods mit auf den Speiseplan schreiben. Eine ausgewogene Ernährung ist jedoch nach wie vor empfehlenswert.