Superfood Avocado

Superfood
Superfood Avocado

Wie das fettigste Nahrungsmittel unter allen Obst- und Gemüsesorten uns Menschen gut tut

Eine lange Reise von Mexiko legt sie hinter sich, bevor sie in unseren heimischen Supermarktregalen landet. Die Avocado. Vor einigen Jahren fing es mit einem harmlosen Trend in Deutschland an und galt zu der Zeit eher als Luxusnahrungsmittel. Und das obwohl satte 200 Kalorien in 100 Gramm in ihr stecken. Heute ist sie für viele zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Küche geworden. Was steckt in dieser birnenförmigen Frucht mit mildem Geschmack? Kann sie uns wirklich unterstützen unbeliebten Hüftspeck loszuwerden und warum sollte man sie nicht gekocht verzehren?

Die Mexikaner zeigen, wie es richtig geht

Den Lateinamerikanern haben wir es zu verdanken, dass wir heute die Avocado auf unseren Speiseplan finden können. Vor mehreren tausend Jahren entdeckte man die Avocado im tropischen und subtropischen Zentralamerika. So wie damals, wächst sie auch heute noch auf 15 Meter hohen Bäumen. Da macht es Sinn die Früchte zu ernten, bevor sie auf den harten Boden prallen. Und so wird es zur Erntezeit auch gemacht. Mittlerweile  werden sie in  anderen warmen und trockenen Ländern angepflanzt, dazu gehören Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien und Neuseeland. Und überall gibt verschiedene Erntetechniken. Das traditionelle Handpflücken hat sich jedoch über die Jahre bewährt. Avocados werden immer unreif geerntet, da das grüne Nahrungsmittel eine lange Nachreifezeit hat. Selbst im Supermarkt sind die Früchte oft noch grün und hart, was ein Zeichen für Unreife ist. In Deutschland haben sich die Marken 'Hass-Avocado' und 'Fuerte' durchgestetzt.

Wie man den Reifeprozess bei Avocados beschleunigen kann

Wer Lust auf ein leckeres Brot mit Avocado, Salz und Pfeffer hat oder für einen Abend mit Freunden selbstgemachte Guacamole servieren will, sollte eine kleine Portion Geduld mitbringen. Das Superfood wird nämlich meistens unreif verkauft. Das heißt jedoch nicht, dass man noch bis zum nächsten Frühling warten muss, bis man sie verzehren kann. In Zeitungspapier eingewickelt oder neben Äpfeln und Bananen gelagert, bekommt man die Avocado durch das Gas Ethylen schneller genießbar. Reif ist sie, sobald sie den Glanz verliert.

Die fettigste Gemüsesorte weltweit

Ja, das stimmt. Zumindest unter den bisher bekannten Obst- und Gemüsesorten. Mit einem Fettgehalt von um die 25 % platziert sich die Kalorienbombe bisher ungeschlagen auf Platz eins.

Dabei darf man keineswegs vergessen, wie nährstoffhaltig sie gleichzeitig ist. Sie ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Kalium, macht lange satt, verbessert die Cholesterinwerte und sorgt für schöne Haut und Haare.

Wie Zitrone der Avocado die Frische verleiht

Die eigentlich grün-gelbe Farbe wird kurze  Zeit nach dem Aufschneiden zu einem hässlichen Braun. Das geschieht durch die Oxidation nach direktem Kontakt mit der Luft.  Durch Antioxidantien verhindern Zitronen, dass die Avocado braun verfärbt. Mit nur wenigen Tropfen kann man die Avocado auch noch am nächsten Tag genießen. Essig eignet sich ebenfalls hervorragend, vor allem wenn man den ursprünglichen Kern in einer Hälfte lässt.

Aufwärmen oder Kochen ist die Avocado ungenießbar. Der ursprüngliche milde Geschmack wird ersetzt durch eine unangenehme bittere Note. Deshalb ist davon abzuraten. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten sie richtig zu verwenden. Zum Beispiel im Salat, im Smoothie oder auch traditionell auf dem Sonntagsbrötchen.  Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.