Übernachten am Strand

Übernachten am Strand
Übernachten am Strand

Übernachten am Strand ist für viele Menschen ein Traum. Häufig wird dieser Traum in der Jugendzeit ausgelebt. Mit etwas Glück hat dies auch keine Konsequenzen. Allerdings ist dieses Erlebnis sicherlich nicht mit dem vergleichbar, was diesen Wunsch eigentlich ausmacht. Es ist der Wunsch direkt am Meer zu schlafen und gleichzeitig auch soweit organisiert zu sein, wie es zumindest ein Campingplatz erlaubt. Das Übernachten am Strand hat jedoch einen Nachteil: Es ist in Deutschland nicht erlaubt. Es gibt zwar wenige Campingplätze, welche auch einen Blick auf das Meer ermöglichen, jedoch ist diese Aussicht in den meisten Fällen mit einer gewissen Distanz zum Strand verbunden. Die Gründe, weshalb das Übernachten am Strand untersagt ist, sind vielfältig. Insbesondere Regionen, deren Wirtschaft überwiegend von Einnahmen durch den Tourismus getragen wird, möchten Verunreinigungen am Strand verhindern. Zwei zentrale Punkte für dieses Verbot sind jedoch auch die Senkung von Unfall- und Verletzungsrisiken sowie Risiken, welche durch unerwartete Wetteränderungen hervorgerufen werden können. Seit dem Jahr 2016 gibt es jedoch Hoffnung für alle, die einmal eine Nacht unter freiem Sternenhimmel am Meer verbringen möchten.

Der Schlafstrandkorb an der Ostsee

Mit dem Schlafstrandkorb wird das Übernachten am Strand legal. Wer am Strand übernachten möchte, muss im Prinzip ähnlich vorgehen, wie bei einer Hotelbuchung. Die Gemeinden und Urlaubsorte, welche das Übernachten am Strand in einem Schlafstrandkorb anbieten, haben hierfür ein Buchungssystem realisiert. Ähnlich wie bei einer Hotelbuchung auch, kann der Schlafstrandkorb reserviert werden. Bisher ist das Übernachten am Strand an Nordsee und der Ostsee in Schleswig-Holstein möglich. Nach einem überschaubarem Testzeitraum soll das Angebot erweitert werden. Während der Testphase kommt es den Anbietern insbesondere auf die Meinungen der Gäste an, welche sich für eine Übernachtung im Strandkorb entscheiden. Das Übernachten am Strand erfolgt zwar legal, jedoch auch zu ähnlichen Konditionen, wie bei einem regulären Aufenthalt in einer Ferienwohnung, Pension oder in einem Hotel. Übernachten am Strand wird pro Nacht und Schlafstrandkorb abgerechnet. Dazu werden, in manchen Urlaubsorten, Kosten für die Kurtaxe berechnet.

Übernachten am Strand mit Meerblick, Dinner und Bademantel

Abhängig vom Anbieter, kann die Übernachtung am Strand sehr luxuriös gestaltet werden. Grundsätzlich sind Schlafstrandkörbe mit Kissen, Bettwäsche und Decken ausgestattet. Auch eine Endreinigung erfolgt am nächsten Tag. Alles ist im Preis bereits inbegriffen. Obwohl eine rechtzeitige Buchung ratsam ist, haben vereinzelte Anbieter auch Angebote für Kurzentschlossene. Damit ist das Übernachten am Strand auch für spontane Menschen kein Problem. Hierfür werden den Gästen, neben der Übernachtung am Strand, Hygiene- und Pflegepakete zur Verfügung gestellt. Wer das Übernachten am Strand jedoch plant und daraus ein unvergessliches romantisches Ereignis machen möchte, erhält von einigen Anbietern die Möglichkeit, ein Strand-Dinner und ein Frühstücks-Buffet am Strand zusätzlich zu bestellen. Übernachten am Strand wird auf diese Weise von einem illegalen Abenteuer zu einem romantischen Erlebnis an den Stränden Norddeutschlands. Gepflegt und trotzdem in freier Natur zu übernachten wird auch in einem Strandkorb mit Sicherheit zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden. Übernachten am Strand wird an der Nordsee in Wyk auf Föhr, Husum und Büsum angeboten. An der Ostsee können an der Lübecker Bucht, Travemünde, Weissenhäuser Strand, Niendorf, Eckernförde, auf Fehmarn, Timmendorfer Strand und in Grömitz entsprechende Buchungen vorgenommen werden.