Geocaching

Geocaching
Geocaching

Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die Zeit erinnern, in der man an Kindergeburtstagen gemeinsam mit Freunden eine Schnitzeljagd gemacht hat. Man musste versteckte Hinweise finden und ihnen folgen, um an einen kostbaren Schatz zu gelangen. Der Schatz bestand damals meistens aus einem Berg von Süßigkeiten. Kein Wunder, dass man nur allzu gerne in diesen Erinnerung schwebt.

Wer seine Kindheitserinnerung nochmal aufleben lassen will, kann das mit GEOCACHING tun. Eine Idee, die ursprünglich aus den Vereinigten Staaten kommt, hat sich nun auch in Deutschland etabliert – und das nicht erst seit gestern

Was ist Geocaching?

Es handelt sich hier um eine GPS-Schnitzeljagd. Auf verschiedenen Websites und Internetplattformen werden Koordinaten für sogenannte Caches veröffentlicht. Anhand dieser Koordinaten kann dann mit Hilfe eines GPS-Gerätes oder auch mit der richtigen App auf dem Smartphone nach den Caches gesucht werden. Diese bestehen aus wetterfesten Behältern. Wenn jemand also einen Cache gefunden hat, darf er die Box öffnen.

Was ist der Schatz?

Wer nun auf Goldtaler und Juwelen gehofft hat, der wird bitter enttäuscht. In der Box befindet sich lediglich ein kleines Logbuch, in das man seinen Namen eintragen kann, um die erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Außerdem befindet sich ein kleiner Gegenstand in der Box. Dieser kann gegen einen anderen Gegenstand eingetauscht werden, damit der nächste Finder das Gleiche tun kann. Es ist üblich ein Beweisfoto zu schießen, um es dann auf der jeweiligen Website mit vielen anderen Geocaching-Fans zu teilen.

Wie alles begann:

Dave Ulmer schlug am 3. Mai 2000 in einem Nachrichtenportal vor, ein weltweites Spiel aus Geocaching zu machen. Er gab dem Projekt den Titel  „The Great American GPS Stash Hunt“. Er rief die Menschen dazu auf, an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Die Regeln wurden vorab klar definiert: „Get some stuff, leave some stuff“ was soviel bedeutet wie „Nimm Zeug heraus, hinterlasse Zeug“. Hier wurde dann auch das Führen eines Logbuchs etabliert. Mike Teague war der erste, der Ulmers Behälter in Portland gefunden hat. Ihm gefiel die Idee so gut, dass er kurz darauf die erste Geocaching-Website veröffentlichte. Die größte Datenbank ist heute geocaching.com mit weltweit insgesamt 2,6 Millionen aktiven Geocaches. Es befindet sich sogar ein Geocache auf der internationalen Weltraumstation (ISS). Auch die Deutschen sind fleißig dabei, Geocaches zu verstecken ­– über 369.000 sind es hier bereits.

Welche Regeln sollten beachtet werden?

Sowohl die Owner, die Behälter verstecken, als auch die Sucher sollten die Regeln des Spiels beachten. Wenn man selbst einen Behälter platzieren möchte, sollte darauf geachtet werden, dass man der Umwelt nicht schadet. Außerdem sollte man bedenken, dass auch Kinder mitspielen. Deswegen sollten die Tauschgegenstände ohne Jugendfreigabe sein. Außerdem sollten keine verderblichen Lebensmittel versteckt werden, da einige Behälter oftmals lange Zeit nicht gefunden werden.

Als Sucher sollte man darauf achten, dass der Wert der Tauschgegenstände ungefähr gleich ist. In der Community wird es nicht gern gesehen, wenn  jemand einen Gegenstand hinterlässt, der beachtlich weniger wert ist als der Mitgenommene. Als Sucher sollte man auch darauf achten, dass man den Behälter am selben Platz zurück lässt, wo er gefunden wurde.

Man kann Geocaching mit wandern und anderen Outdooraktivitäten vereinen. Ob mit der Familie, mit Freunden oder alleine ist diese Schnitzeljagd etwas für jedermann.