Köln – mehr als Dom, Kölsch und Karneval

Nordrhein-Westfalen
Köln – mehr als Dom, Kölsch und Karneval

Fällt der Städtename Köln, denkt jeder sofort an die drei „Kernkompetenzen“ der Stadt: Der Kölner Dom zieht Kulturbegeisterte aus der ganzen Welt an. Das Kölsch, ein leichtes Bier in schlanken Gläsern, fließt üppig, und an Karneval steht die ganze Stadt ohnehin Kopf. Aber Köln hat durchaus noch mehr zu bieten und ist immer auch außerhalb der fünften Jahreszeit einen Besuch wert.

Metropole am Rhein

Touristen, die Deutschland bereisen, kommen an der viertgrößten Stadt unseres Landes nicht vorbei. Bundesbürger selbst sollten Köln auf jeden Fall auch einmal besucht haben. Köln ist Kult und wird es auch immer bleiben – auch, wenn die Aussage der Kölner, Köln sei die schönste Stadt der Welt, nur bedingt nachvollziehbar ist. Auf jeden Fall hat Köln jedoch einiges zu bieten.

Im Mittelalter machte die bevorzugte Lage direkt am Rhein Köln zu einer reichen Handelsstadt. Dieser Zauber wohnt ihr heute noch inne. In der Altstadt warten historische Gasthäuser, Brauhäuser, kleine Geschäfte, mittelalterliche Fassaden und urige Gassen auf den Besucher.

Dabei sollte jede Stadtbesichtigung mit dem Besuch der „Hohen Domkirche St. Petrus“ starten. Dies ist der vollständige Name des Kölner Doms, der auf der ganzen Welt bekannt ist. Kein Wunder: Das Wahrzeichen Kölns ist die größte gotische Kirche in Nordeuropa und zählt seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Besuch ist ein absolutes Muss!

Zuviel Historie? Vom Kölner Dom aus können Besucher durch die Hohe Straße und Schildergasse zu einer deutlich moderneren Shopping-Tour aufbrechen, denn hier warten große Modeketten und die exklusivsten Geschäfte auf ihre Kunden.

Es darf gefeiert werden – der Kölner Karneval

Wer mit Karneval nichts anfangen kann, sollte Köln zur entsprechenden Jahreszeit nicht besuchen. Denn hier ist dem närrischen Treiben nicht zu entkommen. Der Kölner lebt für den Karneval - und feiert ihn exzessiv. Wenn es jedes Jahr heißt „Kölle Alaaf!“ herrscht Ausnahmezustand.

Wer jedoch gerne mal Fassenacht feiert, sollte sich indes unbedingt einmal nach Köln begeben. Denn Frohsinn herrscht dann an jeder Ecke, und es darf bei einem oder eher mehreren Kölsch kräftig gefeiert und geschunkelt werden. Highlight ist der große Festumzug am Rosenmontag. Hier trifft sich ganz Köln und lässt den faden Alltag, Alltag sein. Schließlich ist am Aschermittwoch wieder alles vorbei.

Kölsch – Getränk mit Kultfaktor

Ob Karneval oder nicht: In Köln trinkt man ein leckeres Kölsch. Wer sich in einem der Brauhäuser niederlässt, kommt schnell mit den Einheimischen in Kontakt und wird über die Gepflogenheiten aufgeklärt. Bestenfalls bestellt er sich dann auch noch „‘ne halve Hahn“ oder „Himmel un Äd“, jedoch niemals ein Altbier. Denn alles, was mit der verhassten Nachbarstadt Düsseldorf zu tun hat, ist verpönt und sollte gar nicht erst thematisiert werden.

Was Köln sonst noch zu bieten hat

Neben zahlreichen Museen der Stadt gibt es eines, das ebenfalls zum Pflichtprogram gehört: das Schokoladenmuseum. Direkt in der Nähe der Altstadt am Rheinauhafen gelegen präsentiert sich hier alles über die Geschichte der Schokolade. Höhepunkt des Museumsbesuchs ist der Schokoladenbrunnen, an dem kräftig probiert werden darf.

In den wärmeren Monaten zwischen April und Oktober ist Fahrt mit der Rheinseilbahn sicher ein ganz besonderes Highlight des Städtetrips. Sie führt hoch über die Stadt. Von hier oben, mit Blick auf den Dom und den Rhein, wird umso klarer, weshalb es Köln zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands geschafft hat.